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SSB - Sichere Schule Bayern

Vorschläge zur Kommunikation der getroffenen Maßnahmen

Sämtliche Sicherheitsüberlegungen am Schreibtisch nützen nichts, wenn nicht wenigstens einmal im Jahr alle Mitarbeiter einer Bildungseinrichtung davon in Kenntnis gesetzt wurden.

Vorschläge:

  1. Die in Kommunikation mit der Schulleitung erstellte jährliche Analyse des Sicherheitsbeauftragten, vgl. "Ein Sicherheitshandbuch entsteht", wird in Kurzform auf Papier den Kollegen ausgehändigt.
  2. Analoges gilt für die Dienstanweisung für Lehrkräfte bzw. die Hausordnung: Zumindest neu an einer Schule anfangende Kollegen sollten diese Papiere ausgehändigt bekommen.
  3. Das schulinterne Kriseninterventionsteam -KIT- wird mindestens zu Beginn des Schuljahres in einer Konferenz dem Kollegium vorgestellt, ggf. mit Telefonnummer, damit auch einzelne Kollegen in schwierigen Situationen wissen, wohin sie sich wenden können.
  4. Die wichtigsten Veränderungen müssen in einer Lehrerkonferenz zur Sprache kommen.
  5. Möglichkeiten de Internets:
    Nachdem mittlerweile fast jede Schule über einen Internetauftritt verfügt, ist zu überlegen, ob dort nicht auch ein passwortgeschützter Bereich für die interne Kommunikation eingerichtet werden kann (ggf. Webmaster oder Systembetreuer fragen, Stichwort ".htaccess").
    In solch einem passwortgeschützten Bereich - wobei das Passwort nur die Kollegen kennen! - könnten die wesentlichsten Bestandteile des so genannten "Sicherheitsbuches" abgelegt werden, so dass jederzeit von jedem Ort auf die an einer Schule geltenden Regelungen zugegriffen werden kann.
    Besonders für das Thema "Kurzgefasste Hinweise zu problematischen Ereignissen vor Ort im Schulalltag" wäre hier der Ort.
    Code-Wörter zur Alarmierung und andere wirklich kritische Informationen sollte man dort trotz Passwortschutzes nicht unbedingt ablegen.


Um das eben Dargestellte einmal an ein paar Beispielen zu demonstrieren:

  • Eine verdächtige Person hält sich im Schulhaus auf: Lehrkraft informiert umgehend das Sekretariat: Schulleitung und ggf. Sicherheitsbeauftragter wird eingeschaltet, ggf. wird die Polizei eingeschaltet.
  • Ein Teppichboden löst sich vom Beton bzw. Fluchtweg wird durch neuangeschaffte Möbel verstellt: Lehrkraft informiert umgehend das Sekretariat: Sicherheitsbeauftragter und Hausmeister werden umgehend eingeschaltet.
  • Lehrkraft erfährt durch Zufall: Der Vater eines seiner Schülers ist verstorben: Hinweise zum Umgang mit der Situation sind im passwortgeschützten Bereich des Internetauftritts der Schule zu finden. Bzw. Mitglieder des KIT haben Informationen vorrätig, um diese Situation für alle Beteiligten gut in den Griff zu bekommen.
  • Lehrkraft entdeckt im Internet massive Beleidigungen und eventuell sogar eine verbale Bedrohung seiner Person: Lehrkraft wendet sich sofort an das schulinterne KIT und wird von diesem beraten, außerdem sind Informationen für einen solchen Fall im passwortgeschützten Bereich des Internetauftritts der Schule zu finden.
  • Lehrkraft erfährt von einer Bombendrohung gegen die Schule: Sie informiert sofort die Schulleitung, diese informiert die Polizei, das schulinterne KIT und die MB-Dienststelle / das Staatministerium für Unterricht und Kultus und sorgt ggf. gleichzeitig für eine Evakuierung.

Diese Beispiele sollen nur deutlich machen, dass wir Lehrer zu jeder Zeit wissen müssen, was wir tun sollen und können.