SSB - Sichere Schule Bayern
Vorschläge zur Kommunikation der getroffenen Maßnahmen
Sämtliche Sicherheitsüberlegungen am Schreibtisch nützen nichts,
wenn nicht wenigstens einmal im Jahr alle Mitarbeiter einer Bildungseinrichtung
davon in Kenntnis
gesetzt wurden.
Vorschläge:
- Die in Kommunikation mit der Schulleitung erstellte jährliche Analyse des
Sicherheitsbeauftragten, vgl. "Ein Sicherheitshandbuch entsteht", wird in
Kurzform auf Papier den Kollegen ausgehändigt.
- Analoges gilt für die Dienstanweisung für Lehrkräfte bzw. die Hausordnung:
Zumindest neu an einer Schule anfangende Kollegen sollten diese Papiere ausgehändigt
bekommen.
- Das schulinterne Kriseninterventionsteam -KIT- wird mindestens zu Beginn
des Schuljahres in einer Konferenz dem Kollegium vorgestellt, ggf. mit Telefonnummer,
damit
auch einzelne Kollegen in schwierigen Situationen wissen, wohin sie sich wenden
können.
- Die wichtigsten Veränderungen müssen in einer Lehrerkonferenz zur
Sprache kommen.
- Möglichkeiten de Internets:
Nachdem mittlerweile fast jede
Schule über einen Internetauftritt verfügt,
ist zu überlegen, ob dort nicht auch ein passwortgeschützter Bereich für die
interne Kommunikation eingerichtet werden kann (ggf. Webmaster oder Systembetreuer
fragen, Stichwort ".htaccess").
In solch einem passwortgeschützten Bereich - wobei das Passwort nur die
Kollegen kennen! -
könnten die wesentlichsten Bestandteile des so genannten "Sicherheitsbuches"
abgelegt werden, so dass jederzeit von jedem Ort auf die an einer Schule geltenden
Regelungen zugegriffen werden kann.
Besonders für das Thema "Kurzgefasste Hinweise
zu problematischen Ereignissen vor Ort im Schulalltag" wäre hier der
Ort.
Code-Wörter
zur Alarmierung und andere wirklich kritische Informationen sollte man dort
trotz Passwortschutzes nicht unbedingt ablegen.
Um das eben Dargestellte einmal an ein paar Beispielen zu demonstrieren:
- Eine verdächtige Person hält sich im Schulhaus auf: Lehrkraft informiert umgehend
das Sekretariat: Schulleitung und ggf. Sicherheitsbeauftragter wird eingeschaltet,
ggf. wird die Polizei eingeschaltet.
- Ein Teppichboden löst sich vom Beton bzw. Fluchtweg wird
durch neuangeschaffte Möbel verstellt: Lehrkraft informiert
umgehend das Sekretariat: Sicherheitsbeauftragter und Hausmeister
werden umgehend eingeschaltet.
- Lehrkraft erfährt durch Zufall: Der Vater eines seiner Schülers ist verstorben:
Hinweise zum Umgang mit der Situation sind im passwortgeschützten Bereich des
Internetauftritts
der Schule zu finden. Bzw. Mitglieder des KIT haben Informationen vorrätig,
um diese Situation für alle Beteiligten gut in den Griff zu bekommen.
- Lehrkraft entdeckt im Internet massive Beleidigungen und eventuell sogar eine
verbale Bedrohung seiner Person: Lehrkraft wendet sich sofort an das schulinterne
KIT und wird von diesem beraten, außerdem sind Informationen für
einen solchen Fall im passwortgeschützten Bereich des Internetauftritts der Schule
zu finden.
- Lehrkraft erfährt von einer Bombendrohung gegen die Schule:
Sie informiert sofort die Schulleitung, diese informiert die Polizei, das
schulinterne KIT und die MB-Dienststelle / das Staatministerium
für Unterricht und Kultus und sorgt ggf. gleichzeitig für eine
Evakuierung.
Diese Beispiele sollen nur deutlich machen, dass wir Lehrer zu jeder Zeit wissen müssen, was wir tun sollen und können.